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Sparverhalten|
22.06.2026

Notgroschen? Vielen fehlt der Plan für finanzielle Notfälle

Eine kaputte Waschmaschine, eine hohe Autoreparatur oder eine unerwartete Rechnung: Viele Menschen wären auf solche Ausgaben nur unzureichend vorbereitet. Das zeigt eine aktuelle Umfrage zum Umgang mit Geld und finanzieller Vorsorge.

Finanzielle Rücklagen gelten als wichtiger Schutz gegen unerwartete Ausgaben. Dennoch haben viele Menschen in Deutschland keinen konkreten Plan für den Ernstfall. Laut einer aktuellen Befragung würden nur 21 Prozent sofort wissen, wie sie eine unerwartete Ausgabe von 2.000 Euro bewältigen könnten. Fast vier von fünf Befragten haben nach eigenen Angaben keinen klaren Finanznotfallplan.

Auch beim Aufbau eines finanziellen Polsters gibt es Nachholbedarf. Weniger als die Hälfte der Befragten verfügt über einen Notgroschen. Gleichzeitig kennt nur etwas mehr als jeder Zweite die eigenen monatlichen Fixkosten genau.

Besonders auffällig: Finanzielle Unvorbereitetheit ist nicht allein eine Frage des Einkommens. Selbst in Haushalten mit hohen Einkommen fehlt oft eine ausreichende Reserve für unerwartete Ausgaben. Die Studie zeigt damit, dass finanzielle Planung und Vorsorge für viele Menschen eine Herausforderung bleiben.

Junge Erwachsene fühlen sich dabei besonders belastet. Sie nutzen zwar häufiger digitale Finanz-Apps und Online-Tools, verfügen aber seltener über Rücklagen und schieben finanzielle Entscheidungen häufiger auf als ältere Generationen.

Experten empfehlen, zunächst einen Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben zu schaffen. Bereits kleine regelmäßige Sparbeträge können helfen, Schritt für Schritt einen Notgroschen aufzubauen. Als sinnvoll gilt häufig eine Reserve, die mehrere Monatsausgaben abdeckt und im Notfall schnell verfügbar ist.

Offene Gespräche über Geld können ebenfalls helfen. Denn viele Menschen sprechen selbst im Familien- oder Freundeskreis nur ungern über finanzielle Probleme oder Vorsorgefragen. Dadurch fehlen oft Orientierung und praktische Erfahrungen anderer.

Quelle: Repräsentative Studie von Consors Finanz und Nielsen IQ. Für die Erhebung wurden Anfang 2026 insgesamt 1.005 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren befragt.

 
 
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