Eine Berufsunfähigkeitsversicherung soll das Einkommen absichern, wenn der bisherige Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Viele Versicherte achten beim Abschluss vor allem auf die Höhe der monatlichen BU-Rente. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die Frage, wie lange der Versicherer im Leistungsfall zahlt.
Denn nicht jeder Vertrag sieht Leistungen bis zum regulären Rentenalter vor.
Wenn die BU-Rente früher endet
Wer beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Leistungsdauer bis zum 60. Lebensjahr abgeschlossen hat, kann vor einer erheblichen Versorgungslücke stehen. Das gilt besonders dann, wenn die gesetzliche Altersrente erst mehrere Jahre später beginnt.
In dieser Zeit müssen laufende Ausgaben weiterhin finanziert werden. Gleichzeitig kann eine längere Berufsunfähigkeit dazu führen, dass weniger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung fließen und die spätere Altersrente niedriger ausfällt. Eine kurze Leistungsdauer kann somit gleich zwei finanzielle Probleme verursachen.
Bestehende Verträge überprüfen
Bei einem Vertragscheck sollten Versicherte neben der vereinbarten BU-Rente auch das Ende der Leistungsdauer kontrollieren. Wichtig ist außerdem, ob der Vertrag Möglichkeiten zur Anpassung bietet. Eine Verlängerung ist nicht bei jedem Tarif ohne Weiteres möglich. Je nach Versicherer können dafür eine erneute Gesundheitsprüfung oder zusätzliche Beiträge erforderlich sein.
Auch die Kündigung einer bestehenden Police zugunsten eines neuen Vertrags sollte gut überlegt sein. Alter, Gesundheitszustand und veränderte Vertragsbedingungen können einen Neuabschluss erschweren oder verteuern.
Eine individuelle Beratung hilft, mögliche Versorgungslücken zu erkennen und zu prüfen, welche Anpassungen sinnvoll und tatsächlich umsetzbar sind.




